Perserkatzen Qualzucht: Perserkatze mit extrem kurzer Nase

Perserkatzen, eine Qualzucht?

Perserkatzen als Qualzucht, ein Mythos? Warum gelten die Persernkatzen eigentlich als Qualzucht? In diesem Interview erklärt Tierschützerin, Petfluencerin und Perserkatzen-Mama Denise, welche gesundheitlichen Probleme, wie Atembeschwerden, Augenkrankheiten und hohen Tierarztkosten die Rasse mit sich bringen. Wir zeigen dir, welche Herausforderungen die Haltung bedeuten und warum Aufklärung, sowie Tierschutz hier besonders wichtig sind!

Qualzucht bei Perserkatzen, ein Thema bei dem ganz viel gefährliches Halbwissen im Umlauf ist und ganz besonders viel diskutiert wird. Deswegen haben wir mal bei Denise nachgefragt, die selbst lange im Tierschutz aktiv ist, wichtige Aufklärungsarbeit über Perserkatzen leistet und selbst aus ihrem Alltag berichten kann. Das musst du wissen zum Thema Perserkatzen als Qualzucht!

Warum gelten Perserkatzen als Qualzucht?

"Perserkatzen gelten als Qualzucht, weil ihre charakteristischen gezüchteten Merkmale, insbesondere das extrem flache Gesicht und der verkürzte Schädel, mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen verbunden sind. 

Diese Merkmale wurden über Generationen gezielt verstärkt, obwohl die negativen Folgen für die Tiere seit langem bekannt sind, dass fällt unter die Definition des Begriffes "Qualzucht". 

Wenn du nochmal genau nachlesen möchtest was es mit dem Thema Qualzucht bei Katzen denn überhaupt auf sich hat, dann spring nochmal fix zu unserem Artikel "Qualzucht bei Katzen - das solltest du wissen!"

Vergleich Qualzucht Perserkatze Europäisch Kurzhaar Gebiss und kurze Nase Katzenschutz

Welche gesundheitlichen Probleme treten bei Perserkatzen besonders häufig auf?

Viele Perserkatzen leiden unter chronischen Atemproblemen, weil ihre Atemwege durch die verkürzte Schädelform eingeengt sind. 

Ihre Augen tränen häufig dauerhaft, entzünden sich leichter und sind durch die veränderte Anatomie schlechter geschützt. 

Auch Zahn- und Kieferfehlstellungen treten vermehrt auf, weil in dem verkürzten Schädel oft nicht genügend Platz für ein normales Gebiss vorhanden ist.

Hinzu kommen weitere gesundheitliche Belastungen wie die erblich bedingte polyzystische Nierenerkrankung (PKD)

Selbst grundlegende Dinge, die für andere Katzen selbstverständlich sind, können erschwert sein. Viele Perserkatzen können ihre Augen nicht ausreichend schützen, ihre Nase nicht normal nutzen oder ihr Fell nicht ohne Unterstützung pflegen.

Das Problem ist, dass diese Einschränkungen nicht die Ausnahme sind, sondern direkte Folgen der Merkmale, auf die gezüchtet wird. Eine Katze sollte atmen, sehen, fressen und sich pflegen können, ohne dabei durch ihre eigene Anatomie behindert zu werden. 

Langhaar Perserkatze Qualzuchtkatze liegt auf dem Sofa und schläft viel, ruht aus mit tränenden Augen, durch Augenprobleme.

Viele Menschen beschreiben Perserkatzen als ruhig und gemütlich. Warum kann genau das ein Missverständnis sein?

Viele Menschen beschreiben Perserkatzen als besonders ruhig, gemütlich oder sogar faul. Dabei wird häufig übersehen, dass dieses Verhalten oft eng mit den gesundheitlichen Problemen zusammenhängt, die durch ihre Zucht verursacht wurden.

Durch ihre verkürzten Atemwege leiden viele Perserkatzen unter einer dauerhaften Atemeinschränkung. Rennen, Klettern oder ausgiebiges Spielen sind für sie deutlich belastender als für gesunde Katzen. Deshalb ziehen sie sich häufiger zurück, ruhen mehr und verbringen einen größeren Teil ihres Tages schlafend oder liegend.

Was viele Menschen als entspannten oder gemütlichen Charakter interpretieren, ist oft die Folge eines Körpers, der sie ausbremst. Eine Katze, die nicht unbeschwert atmen kann, wird ihr Leben zwangsläufig anders gestalten als eine gesunde Katze. Wenn jede körperliche Anstrengung schwerer fällt, bleibt weniger Energie für andere katzentypischen Aktivitäten: Rennen, Springen, Klettern und ausdauerndes Spielen.

Wichtig ist auch: Nur weil eine Perserkatze gelegentlich ihre „fünf Minuten“ hat, spielt oder durch die Wohnung rennt, bedeutet das nicht, dass sie gesund ist oder frei atmen kann. Auch Tiere mit chronischen gesundheitlichen Problemen zeigen Lebensfreude und aktive Momente. Niemand würde auf die Idee kommen zu behaupten, ein Mensch habe keine Atemnot oder keine Lungenerkrankung, nur weil er zwischendurch lacht, joggt oder einen guten Tag hat. Warum sollte dieser Maßstab bei Tieren plötzlich ein anderer sein?

Genau darin liegt eines der größten Missverständnisse: 

Was als ruhiges und entspanntes Wesen romantisiert wird, ist das Ergebnis einer Zucht, die die körperlichen Möglichkeiten dieser Tiere eingeschränkt hat. 

Ihre Zurückhaltung wird als Charakter interpretiert, obwohl sie Ausdruck ihrer gesundheitlichen Belastungen ist.

Gegenüberstellung Qualzuchtrasse Perserkatze und gerettete Tierschutzkatze Europäisch Kurzhaar für Sichtbarkeit gesundheitlicher Probleme bei Perserkatze.

Du lebst selbst mit drei Perserkatzen, zwei davon stammen aus dem Tierschutz. Wie bist du zu dieser Rasse gekommen und warum engagierst du dich heute für ihre Aufklärung?

Meine erste Katze war Earl, eine Perserkatze. Anfangs wusste ich nur wenig über die gesundheitlichen Probleme dieser Rasse. Doch ziemlich schnell wurde mir bewusst, wie sehr sie unter den ihr angezüchteten Merkmalen litt. Je mehr ich mich mit ihren Einschränkungen auseinandersetzte, desto mehr begann ich, mich über Qualzucht und ihre Folgen zu informieren.

Mir war dabei immer wichtig zu unterscheiden: Die Tiere selbst trifft keinerlei Schuld. Sie verdienen genauso ein liebevolles Zuhause wie jede andere Katze. Was ich jedoch niemals unterstützen möchte, ist eine Zuchtpraxis, die auf gesundheitlichen Einschränkungen und lebenslangem Leid basiert.

Zwei der Perserkatzen, die heute bei mir leben, stammen aus dem Kitten Safe House. Insgesamt habe ich drei Perserkatzen von dort adoptiert. Die erste war Dorie, die schwer krank und kleinwüchsig war. Leider lebt sie heute nicht mehr. Mit ihr habe ich noch einmal sehr deutlich erlebt, welche gesundheitlichen Folgen die extreme Zucht haben kann.

Für die weiteren Perserkatzen wurde ich tatsächlich angefragt. Vermutlich, weil ich inzwischen viel Erfahrung mit Perserkatzen gesammelt habe, ihre besonderen Bedürfnisse kenne und mir der gesundheitlichen Herausforderungen bewusst bin, die viele dieser Tiere ihr Leben lang begleiten.

Mein Engagement in der Aufklärung kommt daher, dass ich mir von ganzem Herzen wünsche, dass kein Tier mehr geboren wird, um sein Leben lang unter den Folgen seiner Zucht zu leiden. Viele Menschen sehen diese Merkmale als niedlich oder besonders an. Ich sehe Tiere, die oft mit Atemproblemen, Augenproblemen, Schmerzen oder anderen Einschränkungen leben müssen. Deshalb werde ich nicht müde, immer wieder darauf aufmerksam zu machen, was diese vermeintlich „süßen“ Merkmale für die betroffenen Tiere tatsächlich bedeuten: ein Leben voller gesundheitlicher Belastungen und vermeidbarem Leid.

Perserkatze mit gesundheitlichen Problemen orange weiß sitzt auf dem Boden. Durch gesundheitliche Probleme muss sie häufig zum Tierarzt.

Welche Herausforderungen bringt der Alltag mit Perserkatzen mit sich, sowohl gesundheitlich als auch im Hinblick auf Pflege und Tierarztbesuche?

Aus meiner Erfahrung ist der Alltag mit Perserkatzen und deren Pflege deutlich herausfordernder, als viele Menschen vermuten.

Besonders auffällig sind die dauerhaft tränenden Augen. Bei Buddie ist das so stark ausgeprägt, dass ich ihm drei- bis viermal täglich das Gesicht reinigen muss. Trotzdem ist er um die Augen herum nie wirklich sauber, weil die Augen sofort wieder nachtränen. Hinzu kommen immer wieder Augenentzündungen. Durch die stark hervorstehenden Augen sind Perserkatzen außerdem anfälliger für Verletzungen, da die Augen nicht ausreichend geschützt sind. Viele leiden zusätzlich unter Lidfehlstellungen wie dem Entropium, bei dem sich das Augenlid nach innen rollt und Wimpern dauerhaft auf der Hornhaut reiben. Das verursacht Schmerzen und muss häufig operativ behandelt werden.

Auch das Fressen ist für meine Kater nicht selbstverständlich. Buddie hat aufgrund seiner Kopfform eine ausgeprägte Kieferfehlstellung, die ihm das Fressen erschwert. Earnie hat ähnliche Probleme, wenn auch weniger stark. Beide schieben ihr Futter häufig nur vor sich her, weil ihnen das Aufnehmen der Nahrung schwerfällt. Den Futterplatz häufiger zu reinigen, ist dabei nebensächlich, viel entscheidender ist, dass die Tiere bereits bei einer so grundlegenden Tätigkeit wie dem Fressen durch ihre Zucht eingeschränkt sind.

Durch diese Kieferfehlstellungen sind auch Zahnprobleme häufig. Buddie hat mit gerade einmal fünf Jahren keinen einzigen Zahn mehr. Einer seiner Zähne war so stark verschoben, dass er dauerhaft aus dem Maul herausragte und seine Oberlippe verletzte.

Auch die Fellpflege gehört zum Alltag. Das lange, dichte Fell muss täglich gebürstet werden, damit keine schmerzhaften Verfilzungen entstehen.

Hinzu kommt, dass viele Perserkatzen unter dem brachycephalen Atemnotsyndrom leiden. Durch die verkürzte Schnauze fällt ihnen das Atmen schwerer, sie sind hitzeempfindlicher und körperlich weniger belastbar. In manchen Fällen sind Operationen notwendig, um die Nasenlöcher zu erweitern oder das Gaumensegel zu kürzen.

Darüber hinaus treten bei Perserkatzen gehäuft weitere Erkrankungen wie die Polyzystische Nierenerkrankung (PKD) oder die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) auf. Hier sind regelmäßige, umfangreiche Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt unerlässlich.

Perserkatze mit Qualzuchtmerkmalen, wie eingedrückte Nase, hervorstehende Augen und zu kleinem Kopf. Kater liegt müde am Boden durch Probleme.

Welche Kosten oder langfristigen Folgen unterschätzen viele Menschen vor der Anschaffung einer Perserkatze?

Durch die rassebedingten gesundheitlichen Probleme kommen häufig hohe Tierarztkosten hinzu. Regelmäßige Untersuchungen, Medikamente, Augenbehandlungen, Zahnbehandlungen oder sogar Operationen können schnell viele tausend Euro kosten. Buddie musste beispielsweise aufgrund seiner massiven Kieferfehlstellung alle Zähne entfernt bekommen. Andere Perserkatzen benötigen Operationen an den Augen oder wegen des brachycephalen Atemnotsyndroms an Nase oder Gaumensegel.

Viele unterschätzen außerdem, dass diese Kosten oft nicht einmalig entstehen, sondern die Tiere ihr gesamtes Leben begleiten. Regelmäßige Kontrollen der Augen, der Zähne, des Herzens oder der Nieren gehören bei vielen Perserkatzen dazu.

Der größte Punkt wird meiner Meinung nach jedoch selten angesprochen: 

Man muss damit leben können, das eigene Tier dauerhaft gesundheitlich eingeschränkt zu sehen. Wenn eine Katze schon beim Atmen oder Fressen Probleme hat und immer wieder tierärztliche Behandlungen benötigt, ist das keine kurzfristige Phase, sondern die Realität über viele Jahre. 

Deshalb sollte sich jeder vor der Adoption ehrlich fragen, ob er diesem Tier ein Leben lang zeitlich, finanziell und emotional gerecht werden kann.

Pflege von Perserkatzen kann sehr schwierig sein. Perserkatze schaut in die Kamera mit viel zu kleinem Kopf, zerdrückter Nase und zu kleinem Kiefer.

Was würdest du Menschen raten, die sich eine Perserkatze wünschen?

Mein Rat wäre, sich zunächst ehrlich und umfassend mit den gesundheitlichen Folgen dieser Zucht auseinanderzusetzen. Nicht nur anhand von Inhalten, die die Rasse idealisieren oder nur das niedliche Aussehen der Perserkatzen zeigen, sondern auch anhand tiermedizinischer Fakten und den Erfahrungen langjähriger Halter, die den Alltag mit diesen Tieren kennen und die Realität hinter der Zucht sichtbar machen.

Wenn der Wunsch nach einer Perserkatze danach immer noch besteht, ist aus meiner Sicht der einzig vertretbare Weg, einer Perserkatze aus dem Tierschutz ein Zuhause zu schenken und nicht die weitere Zucht dieser Tiere zu unterstützen. Es gibt bereits viele Perserkatzen im Tierschutz, die auf ein liebevolles Zuhause warten und nichts für die gesundheitlichen Probleme können, mit denen sie geboren wurden.

Außerdem sollte man sich bewusst machen, dass mit einer Perserkatze häufig ein deutlich höherer Pflegeaufwand, regelmäßige Tierarztbesuche und hohe Tierarztkosten verbunden sind. Vor allem aber sollte man sich ehrlich fragen, ob man damit umgehen kann, sein Tier möglicherweise ein Leben lang gesundheitlich eingeschränkt zu sehen.

Nur wenn man dies ehrlich mit Ja beantworten kann, sollte man eine Perserkatze adoptieren. Denn es bringt dem Tier nichts, wenn man sich aus Mitleid für es entscheidet und es dann entweder nicht den Rest seines Lebens die notwendige Versorgung erhält oder wieder abgegeben wird.

Und ganz klar: Niemand sollte eine Perserkatze kaufen. Auch wenn einem vom Verkäufer versprochen wird, dass seine Tiere gesund sind oder er seriös wirkt, die Realität bleibt dieselbe. Wer hier kauft, unterstützt Vermehrer und Tierquäler direkt und macht sich damit mitverantwortlich dafür, dass weiterhin Tiere in ein Leben voller Leid geboren werden.

Tierleid ist nicht süß steht neben einer weißen Babykatze Perserkatze, die als Qualzucht so gezüchtet wird, wie sie Menschen gefällt.

Welche Veränderungen wünschst du dir für die Zukunft der Perserkatzenzucht?

Ich wünsche mir, dass es sie nicht mehr gibt. Dass keine Katzen mehr geboren werden, die von Anfang an mit solchen Einschränkungen leben müssen, nur weil sie sich besonders gut verkaufen und Menschen daraus Profit schlagen.

Es bricht mir das Herz zu sehen, dass diese Katzen, genau wie alle anderen Tiere mit Qualzuchtmerkmalen, genau dafür gezüchtet werden. 

Ich hoffe, dass an einen Punkt kommen, an dem das nicht mehr passiert. Ich wünsche mir auch keine Rückzüchtungen oder Versuche, die extremen Merkmale zu korrigieren. Denn auch dadurch würden zunächst viele Generationen von Tieren mit erheblichen gesundheitlichen Problemen geboren werden. 

Und wofür? Damit der Mensch eine Rasse hat, die er besonders schön findet. 

Auch das wäre für mich purer Egoismus, der auf dem Rücken der Tiere ausgetragen wird. Deshalb wünsche ich mir, dass künftig weder Perserkatzen noch andere Tiere mit Qualzuchtmerkmalen weiter gezüchtet werden."

Tierschützerin und Qualzucht Aktivistin Denise mit ihrer Perserkatze aus dem Tierschutz auf dem Arm.

Wir bedanken uns bei Denise für die unglaublichen Informationen, Einblicke und ihre persönlichen Erfahrungen. Wenn du noch mehr zu dem Thema erfahren möchtest und noch mehr von Denise toller Aufklärungsarbeit und ihren Katzen mitbekommen willst, dann solltest du unbedingt ihrem tollen Instagram-Account folgen.

Denise ist eine engagierte Katzenretterin, deren Alltag zum Großteil aus Tierschutz besteht. Sie ist Teil des Kitten Safe House e.V., Pflegestelle, betreut in ihrer Gegend eine Futterstelle und versorgt die dortigen Streunerkatzen. Seit 2018 ist sie Katzenmama und über ihre erste Katze Earl, die als Abgabe zu ihr kam, eine Perserkatze, wurde ihr schnell klar, welche Ausmaße das Thema Qualzucht für sie und die Katze bedeutet und so kam sie dazu Aufklärungsarbeit zu leisten. 2020 musste sie Earl wegen ihrer Vorerkrankungen leider gehen lassen, hat aber nun weitere Katzen aus dem Tierschutz adoptiert. Ganz viel MIEZLIEBE für Regenbogenmiez Earl in den Katzenhimmel!

Wir freuen uns riesig eine so starke Expertin an unserer Seite zu haben und fühlen uns geehrt, dass Denise ein Fan unseres STRAYZ Bio-Katzenfutters und unserer STRAYZ Bio-Snacks für Katzen ist. Hast du gewusst, dass du mit jeder Portion unseres Futters auch automatisch an den Kitten Safe House e.V. spendest, bei dem Denise selbst im Tierschutz aktiv ist und zwei ihrer geretteten Tierschutzkatzen adoptiert hat? Deine Katze füttern und gleichzeitig für den Katzenschutz spenden! Win Win! 

Häufige Fragen zu Perserkatzen als Qualzucht

Perserkatzen gelten als Qualzucht, weil sie häufig auf ein extrem flaches Gesicht und eine stark verkürzte Nase gezüchtet werden. Diese Zuchtmerkmale können die Atmung erschweren, Augenprobleme verursachen und die Lebensqualität der Tiere erheblich beeinträchtigen. Deshalb stehen Perserkatzen seit Jahren im Fokus von Tierärzten und Tierschutzorganisationen.

Perserkatzen leiden häufig unter Atemproblemen, chronisch tränenden Augen, Augenentzündungen, Zahnfehlstellungen und Hautproblemen durch ihr dichtes Fell. Zusätzlich können erblich bedingte Erkrankungen wie die polyzystische Nierenerkrankung (PKD) auftreten. Regelmäßige Gesundheitschecks und eine gute tierärztliche Betreuung sind daher besonders wichtig.

Ja. Viele Menschen halten Perserkatzen für besonders ruhig oder faul. Tatsächlich kann dieses Verhalten aber auch durch gesundheitliche Einschränkungen begünstigt werden. Gesunde Perserkatzen spielen, klettern und beschäftigen sich genauso gerne wie andere Katzen – angepasst an ihre individuellen Bedürfnisse.

Wenn du einer Perserkatze ein Zuhause geben möchtest, ist eine Adoption aus dem Tierschutz oft die bessere Wahl. So unterstützt du keine Zucht, die gesundheitsschädliche Merkmale weiter fördert, sondern hilfst einer Katze, die bereits ein neues Zuhause sucht.

Perserkatzen benötigen eine intensive Fellpflege, regelmäßige Augenpflege und oft höhere Tierarztkosten als viele andere Katzenrassen. Wer sich für eine Perserkatze entscheidet, sollte sich deshalb ausführlich über mögliche gesundheitliche Probleme, den Pflegeaufwand und die Verantwortung informieren.

1 Kommentar

Lülis Mama

Lülis Mama

Was für ein toller und aufschlussreicher Bericht! Dankeschön, dass ihr gemeinsam mit Denise darauf aufmerksam macht!

Was für ein toller und aufschlussreicher Bericht! Dankeschön, dass ihr gemeinsam mit Denise darauf aufmerksam macht!

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