Katze riecht an Futter, aber frisst es nicht mehr. Graue katze sitzt nur Napf aber isst Futter nicht.

Deine Katze riecht am Futter, aber frisst nicht mehr? Ursachen & Lösungen

Viele Katzeneltern kennen die Situation: Die Katze riecht am Futter, aber frisst es plötzlich nicht mehr, obwohl sie es bisher immer gegessen hat. Das kann verunsichern und wirft oft Fragen auf: Ist meine Katze krank? Liegt es am Katzenfutter?

In diesem Artikel erfährst du von Katzen-Ernährungsberaterin Stefanie Özkurt von Katzenfreaks, warum deine Katze ihr Futter plötzlich nicht mehr frisst, welche Ursachen dahinter stecken und was du konkret tun kannst, um das Katzenfutter doch wieder schmackhaft zu machen. Außerdem erfahren wir, wie du die Futterumstellung möglichst einfach umsetzten kannst. Los geht's!

Ich bin Steffi, Ernährungsberaterin für Katzen, Tierschützerin seit über 16 Jahren und Dosenöffnerin von 12 wundervollen Fellnasen. Die Tierschutzarbeit und der Verlust von drei meiner Katzen haben mich dazu gebracht, mich intensiv mit artgerechter Katzenernährung auseinanderzusetzen. Deshalb habe ich die Marke Katzenfreaks gegründet, für Katzeneltern, die artgerechte Ernährung ohne Barf in den Alltag bringen wollen. Mit einem der strengsten Katzenfutter-Tests im DACH-Raum. Mein Ziel: Eine Welt, in der es allen Katzen gut geht.

Wieso hast du dich eigentlich für STRAYZ entschieden?

Ich bin Tierschützerin. Mittlerweile lebe ich mit meinem Mann auf einem kleinen Bauernhof in einem bayerischen Dorf und auch hier machen wir aktiv Katzenhilfe vor Ort. Mir war bei der Futterwahl deshalb immer wichtig: Nicht nur meine Katzen sollen davon profitieren, sondern auch die Tiere, deren Fleisch in der Dose landet.

STRAYZ hat mein Herz gewonnen, weil einfach alles zusammenpasst: Bio-Qualität aus Bayern und Österreich, eine komplett transparente Deklaration mit Prozentangaben für jede einzelne Zutat, kein Getreide, kein Zucker, keine Lockstoffe, keine Bindemittel. Und dann die Tierschutz-Mission, für jedes verkaufte Produkt eine Mahlzeit für Tiere in Not. Da schlägt mein Tierschützerinnen-Herz einfach höher.

Am Anfang lief auch alles perfekt. Alle 11 Katzen haben STRAYZ sofort gegessen. Napf blitzblank. Sogar meine drei Sturköpfe, Barney, Heisenberg und Amelie, die sonst bei jedem neuen Futter erstmal die Nase rümpfen. Zur zwölften Katze erzähle ich später mehr.

Und dann, nach ein bis zwei Wochen: Verweigerung. Wie bei den meisten hochwertigen Futtern haben auch meine Katzen nach der anfänglichen Neugier zunächst gezögert und das bei allen Sorten. Dieses typische „Ich hab Hunger, aber DAS esse ich nicht“-Gesicht. Jedes Katzenelternteil kennt es.

Was mich zusätzlich überrascht hat: Auch im weiteren Verlauf gab es immer mal wieder Phasen, in denen meine Katzen eine bereits akzeptierte Sorte plötzlich nicht mehr wollten. Rückblickend bin ich mir sicher, dass Chargenwechsel dabei eine Rolle gespielt haben, denn ich habe bei verschiedenen Lieferungen tatsächlich leichte Unterschiede in Konsistenz, Farbe und Geruch bemerkt.

Aber warum genau das passiert und warum das eigentlich etwas Gutes ist, dazu jetzt mehr.

Wieso frisst meine Katze ihr Futter plötzlich nicht mehr?

Hier muss ich zwei Dinge auseinanderhalten: Warum Katzen hochwertiges Futter generell vorerst verweigern und warum sie bei STRAYZ speziell auf Chargenwechsel reagieren.

Das grundsätzliche Problem: Warum Katzen an schlechtem Futter hängen

Viele Futterhersteller setzen Stoffe ein, die dafür sorgen, dass Katzen dieses Futter immer wieder bevorzugen. Und das, obwohl auf der Verpackung „ohne Geschmacksverstärker“ steht. Was viele nicht wissen: Bestimmte Stoffe können unter “ernährungsphysiologischen Zusatzstoffen” oder “technologischen Zusätzen” deklariert werden und haben trotzdem eine geschmacksverstärkende Wirkung.

Dazu kommt die sogenannte Maillard-Reaktion. Bei der Verarbeitung von minderwertigem Futter entstehen durch starke Erhitzung Röstaromen, die für Katzen unwiderstehlich sind. Ähnlich wie bei uns der Duft von frisch gebackenem Brot. Und hier spielt Zucker eine Schlüsselrolle, er ist der Brennstoff für diese Reaktion. „Aber Katzen schmecken doch gar keinen Zucker?“ 

Genau. Und genau deshalb setzen Hersteller ihn so gerne ein: Weil er unter dem Radar läuft. Die Katze schmeckt ihn nicht direkt, aber er sorgt dafür, dass das Futter durch die Maillard-Reaktion unwiderstehlich riecht. Still und heimlich.

Und dann gibt es noch ATP: Adenosintriphosphat. Das ist ein Molekül, das in frischem Fleisch vorkommt. Katzen haben spezielle Rezeptoren dafür, es signalisiert ihnen: „Das ist frisches, hochwertiges Fleisch.“ In minderwertigem Futter werden oft genau diese Rezeptoren durch künstliche oder natürliche Aromen nachgeahmt. Die Katze denkt, das Futter sei frischer und besser, als es tatsächlich ist.

Wenn du dann auf ein ehrliches Futter wie STRAYZ umstellst, ohne diese ganzen Tricks, fehlt der Katze der gewohnte Kick. Das ist wie bei einem Menschen, der jahrelang Fast Food gegessen hat und plötzlich einen frischen Salat vorgesetzt bekommt.

Und warum schwanken die Chargen bei STRAYZ?

Das ist eigentlich ganz einfach: Echtes Fleisch ist kein Schokoriegel.

Bio-Fleisch unterliegt natürlichen Schwankungen und zwar deutlich stärker als Konventionelles. Die Tiere werden nicht mit standardisiertem Industriefutter gemästet, sondern bekommen saisonales, ökologisches Futter. Im Sommer steht anderes auf dem Speiseplan als im Winter, das verändert den Fett- und Nährstoffgehalt des Fleisches. Verschiedene Höfe liefern Fleisch mit leicht unterschiedlichem Profil. Das ist bei einem Naturprodukt vollkommen normal und bei Bio-Qualität sogar noch ausgeprägter als bei konventioneller Haltung.

Dazu kommt: STRAYZ verzichtet auf Bindemittel wie Carrageen oder Guarkernmehl. Diese Stoffe sorgen bei vielen konventionellen Marken dafür, dass jede Dose exakt gleich aussieht. Ohne sie kann die Konsistenz natürlich variieren, mal etwas fester, mal weicher.

Ohne künstliche Aromen schmeckt nicht jede Dose gleich. In minderwertigem Futter wird oft jede Charge auf denselben Einheitsgeschmack getrimmt. Bei STRAYZ: Wenn die natürliche Zusammensetzung schwankt, schwankt auch der Geschmack.

Und dann ist da noch der Punkt mit den Konservierungsstoffen. STRAYZ macht das Futter durch Erhitzen und luftdichtes Verschließen haltbar, das ist das natürlichste Konservierungsverfahren. Solange die Dose oder der Beutel zu ist, braucht es keine chemischen Konservierungsstoffe.

Viele konventionelle Hersteller setzen aber zusätzlich chemische Stabilisatoren ein, die über die reine Haltbarmachung hinausgehen. Sie verlangsamen die Fettoxidation nach dem Öffnen und sorgen dafür, dass das Futter auch nach Stunden im Napf noch gleich riecht und schmeckt. Ohne diese Stabilisatoren ist der Geschmack nach dem Öffnen einfach weniger „eingefroren“, das Futter reagiert schneller auf Luft, Temperatur und Licht. Das ist kein Nachteil, sondern ein Zeichen dafür, dass nichts Künstliches den natürlichen Geschmack konserviert.

Für uns Menschen kaum wahrnehmbar. Aber Katzen haben ein Vielfaches unserer Riechzellen, ihre Nase arbeitet in einer komplett anderen Liga. Was für uns eine minimale Nuance ist, ist für eine Katze ein komplett anderes Gericht.

Stell dir einen Apfel vom Baum vor: Der schmeckt auch nicht jedes Mal gleich. Und genau das macht ihn echt.

Mit welchen Tipps hast du deine Katzen wieder an STRAYZ gewöhnt? 

Im Grunde bin ich bei Chargenwechseln wie bei einer Mini-Futterumstellung vorgegangen, nur schneller und in kleineren Schritten.

Der große Unterschied zur Erstumstellung: Deine Katze kennt das Futter grundsätzlich schon, sie reagiert nur auf die veränderte Charge. Das heißt, du fängst nicht bei null an.

Wenn du noch Reste der alten Charge hast, mische die neue einfach unter die alte. Falls nicht, misch kleine Mengen unter ein anderes akzeptiertes Futter. Die Steigerung geht oft deutlich schneller als bei einer Erstumstellung, bei den meisten meiner Katzen hat das innerhalb weniger Tage geklappt.

Hier die Tipps, die bei mir am besten funktioniert haben:

Erstens: Klein anfangen, wirklich winzig. Ich habe die kleinste Verpackung gekauft und winzige Mengen unter das bekannte Futter gemischt. So wenig, dass die Katze es kaum bemerkt. Dann Schritt für Schritt erhöht. Wichtig dabei: Immer frisch aufmachen, nie in der Mikrowelle erwärmen, nie direkt aus dem Kühlschrank servieren. Angebrochene Beutel kühl und dunkel lagern und mindestens 45 Minuten vorher rausstellen, damit das Futter Zimmertemperatur hat. Kaltes Futter riecht weniger, und der Geruch ist für Katzen das Entscheidende.

Zweitens: Leckerlis pausieren. Solange deine Katze die neue Charge noch nicht akzeptiert, gib keine Leckerlis außerhalb der Mahlzeiten, egal welche Qualität. Bei minderwertigen Leckerlis ist das Problem doppelt: Sie stecken voller Aromen und Lockstoffe, die hochwertiges Futter dagegen fad erscheinen lassen.

Aber auch hochwertige Leckerlis solltest du in dieser Phase außerhalb der Fütterungszeit weglassen. Nicht wegen schlechter Inhaltsstoffe, sondern weil jede Zwischenmahlzeit den Appetit auf die Hauptmahlzeit dämpft. Das ist wie bei uns Menschen: Auch wenn die Snacks gesund sind, wenn du den ganzen Tag zwischendurch nascht, hast du beim Abendessen weniger Hunger. Und genau diesen Hunger brauchen wir, damit deine Katze die neue Charge annimmt. Erst wenn sie problemlos gegessen wird, kannst du Leckerlis wieder einführen.

Drittens: Feste Zeiten, konsequent wegstellen. Zwei- bis dreimal am Tag füttern, das Futter nach spätestens 45 Minuten wegstellen. Dazwischen gibt es nichts. Bei der nächsten Mahlzeit: frisches Futter mit dem beigemischten STRAYZ-Anteil. So lernt die Katze: Das ist mein Futter, und es gibt erst zur nächsten Mahlzeit wieder etwas.

Viertens, mein Geheimtipp: hochwertiges Leberpulver. Für meine besonders sturen Fellnasen hat ein Trick fast immer funktioniert: Etwa ein Fünftel Teelöffel hochwertiges Leberpulver, gestrichen, nicht gehäuft, ins Futter einmischen. Nicht obendrauf streuen, sondern wirklich untermischen. Und wichtig: Nicht vor den Augen deiner Katze. Leber hat einen intensiven Geruch und Geschmack, den die meisten Katzen lieben. Aber wirklich minimal einsetzen und mit der Zeit ausschleichen. Es ist eine Brücke, kein Dauerzustand.

Jede Katze ist anders, manche benötigen ein paar Tage, manche Wochen. Du kennst deine Katze am besten.

Und bei mir? Es hat funktioniert. Bei Chargenwechseln ging die Neugewöhnung deutlich schneller als die ursprüngliche Umstellung, weil meine Katzen STRAYZ ja grundsätzlich schon kannten. Die meisten haben innerhalb weniger Tage bis Wochen wieder problemlos gegessen. Bis heute, über 24 Monate später, essen alle 11 Fellnasen STRAYZ, auch bei neuen Chargen. Sogar Heisenberg, mein sturster Kater, der mich bei der ursprünglichen Umstellung 11 Monate Geduld gekostet hat.

Kommen wir zur Auflösung, was mit der 12. Katze ist. Seit Kurzem ist Nummer 12 dazugekommen, Silas ist wahrscheinlich ausgesetzt worden. Wir haben trotz monatelanger Suche keinen Dosenöffner ausfindig machen können. Also haben wir ihn kurzerhand adoptiert. Das war auch nicht schwer bei seinen großen und süßen Augen.

Bei ihm stecke ich gerade mitten in einer kompletten Erstumstellung auf STRAYZ. Das ist noch einmal eine ganz andere Sache als ein Chargenwechsel, eine komplett neue Futterwelt für eine Katze, die bisher höchstwahrscheinlich nur konventionelles Futter kannte.

Was ich nach jahrelanger Erfahrung sagen kann: Es gibt noch viele weitere Tricks und Strategien, sowohl für Chargenwechsel als auch für komplette Futterumstellungen. Das würde jedoch den Rahmen hier sprengen.

Warum sich eine Futterumstellung immer wieder lohnt!

Ich sage das immer wieder: Nur weil eine Katze isst, heißt das nicht, dass es ihr gut geht. Viele Katzeneltern sehen, dass ihre Fellnase den Napf leert, und denken: „Passt doch.“ Aber was bei minderwertigem Futter im Körper passieren kann, sieht man oft nicht sofort. Nährstoffmängel können sich langsam einschleichen und wenn sie auffallen, hat die Katze oft schon lange damit gelebt. Ich habe das selbst erlebt und dabei gelernt, wie viel die artgerechte Ernährung ausmachen kann.

Deshalb lohnt sich jede Umstellung. Auch wenn es dauert. Selbst, wenn deine Katze vorerst meckert.

Was sich bei meinen Katzen nach der Umstellung auf hochwertiges Futter verändert hat: Das Fell wurde dichter und glänzender, die Verdauung ruhiger, und insgesamt hatten sie einfach mehr Drive, mehr Spielen, mehr Rennen, mehr Leben. Und ja, auch die Tierarztbesuche wurden seltener. Das ist meine persönliche Beobachtung bei 11 Katzen über 24 Monate. Und ich bin gespannt, ob Silas als Nummer 12 denselben Weg geht.

Es ist wie bei uns Menschen: Je besser die Qualität unserer Nahrung, desto stärker das Fundament, auf dem der Körper steht.

Wenn die Umstellung also nicht beim ersten Anlauf klappt, gib nicht auf. Deine Katze wehrt sich nicht gegen gutes Futter. Sie wehrt sich gegen das Unbekannte. Und mit Geduld und der richtigen Strategie schaffst du das.

Mehr Tipps von der Ernährungsexpertin für Katzen? Dann ab zu Katzenfreaks! 

Du willst wissen, wie das STRAYZ Katzenfutter in meinem 24-Monats-Langzeittest mit 11 Katzen wirklich abgeschnitten hat, mit Nährstoffanalyse aller 7 Sorten und einem der strengsten Testverfahren im DACH-Raum? Dann schau dir jetzt meinen ausführlichen STRAYZ-Katzenfutter-Test an!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Stefanie für ihre Unterstützung und Aufklärungsarbeit, und freuen uns riesig, dass wir die Expertin für Katzenernährung für diesen informativen Blogartikel gewinnen konnten.

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