Zu Besuch beim Kitten Safe House in Rijeka
Ich bin Johanna und seit fünf Jahren bei STRAYZ. Mit dem Kitten Safe House stehe ich schon lange in Kontakt und habe viel mit dem Team gesprochen. Diesen August durfte ich mir die Arbeit in Rijeka, Kroatien, endlich selbst vor Ort ansehen, und sie war noch beeindruckender, als ich sie mir vorgestellt hatte. Mit diesem Bericht möchte ich zeigen, was wir eigentlich unterstützen und wie großartig diese Arbeit ist. Ich habe natürlich auch ganz viel Futter und Snacks dabei gehabt und über die haben sich die Streuner ganz besonders doll gefreut.

Ankunft und erste Eindrücke
Als ich ankam, haben wir uns zunächst ausführlich unterhalten. Susanne, die zu diesem Zeitpunkt vor Ort war, hat mich begrüßt und mir direkt die Nachbarskatze gezeigt. Auch sie ist kastriert, genau wie alle anderen Katzen in der Nachbarschaft. Anschließend haben wir uns mit Nadine getroffen, der ersten Vorsitzenden des Kitten Safe House, und sind gemeinsam hingefahren. Man kann sich das Kitten Safe House wie eine Auffangstation für Katzen vorstellen. Es befindet sich im Wohnhaus von Daniela, die dort die ganze Arbeit stemmt, zusammen mit ihrer Tochter und weiteren Freiwilligen, die täglich mithelfen.
Die Quarantänestation im Keller
Im Keller des Hauses befindet sich eine große Quarantänestation, die wirklich hervorragend ausgestattet ist. Besonders beeindruckt haben mich das Sauerstoffzelt und der Inkubator für Kitten, die ohne ihre Mutter gefunden werden. Alles ist austauschbar und sehr professionell umgesetzt. Jede Katze, die gefunden wird, kommt zuerst in die Quarantäne. So lässt sich sicherstellen, dass sie nicht ansteckend ist und nichts mitbringt, was die Katzen im Wohnhaus gefährden könnte.
Eigene Zimmer für jede Situation
Im Wohnhaus gibt es mehrere Zimmer, die jeweils eigens eingerichtet sind. In einem leben Katzen aus einem Animal-Hoarding-Haushalt. Mit ihnen durfte ich schon ein bisschen die Nähe zu Menschen üben. In einem weiteren Zimmer war eine Mutterkatze mit ihren Kitten untergebracht. Dann gibt es noch das Zimmer für die etwas älteren Katzenbabys, die bald in die Vermittlung gehen. Dort waren bestimmt 20 Jungkatzen, die gerade für die Vermittlung fertig gemacht werden: Sie werden geimpft, kastriert und bekommen bei der Tierärztin oder dem Tierarzt alle nötigen Unterlagen. In Danielas privatem Zimmer leben außerdem ein, zwei Katzen mit Behinderungen, für die es zu gefährlich wäre, frei im Haus herumzulaufen. Im Wohnzimmer stehen zudem mehrere Kittenställe für die ganz Kleinen, die gerade mit der Flasche aufgezogen werden.

Das Außengehege
Besonders beeindruckt hat mich der Außenbereich: ein Außengehege, in das ein Innenraum eingebaut ist. Dieser Raum hat eine Klimaanlage und eine Heizung. Drinnen wie draußen gibt es viele Catwalks und Kratzbäume. Alles ist mit viel Liebe gestaltet und dekoriert. Nichts wirkt steril und grau, sondern bunt und liebevoll, und man fühlt sich dort sofort wohl. Zusätzlich gibt es einen abgetrennten Bereich für einzelne Katzen, die zum Beispiel nicht mit anderen Katzen zurechtkommen. Die Katzen im Außengehege sind alle bereits vollständig für die Vermittlung vorbereitet.
Nachhaltiger Tierschutz mit Herzblut
Am meisten beeindruckt hat mich, wie professionell die Arbeit umgesetzt wird und wie viele kastrierte Katzen wir in der Umgebung gesehen haben. Es werden nicht einfach alle Katzen von der Straße aufgenommen, denn die Arbeit ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Aufgenommen werden vor allem Kitten, die ohne Mutter gefunden werden oder deren Mutter nicht genug Milch geben kann. In der Umgebung habe ich kaum Straßenkatzen gesehen, und die wenigen waren kastriert. Das fand ich einfach schön.
Das ganze Team arbeitet mit so viel Herzblut. Besonders Daniela, quasi die Chefin, hat mich beeindruckt: Sie ist mit ganzem Herzen dabei, und man spürt deutlich, wie sehr sie diese Tiere liebt. In ihrem Wohnzimmerschrank hat sie einen Platz für alle Tiere eingerichtet, die sie bei ihrer Arbeit verloren hat, mit kleinen Gedenktafeln. Das ist so herzlich und einfach berührend.
Wofür die STRAYZ Spenden eingesetzt werden
Wir spenden monatlich an das Kitten Safe House. Dabei schreiben wir unseren Partnervereinen nicht vor, wofür sie das Geld verwenden. Es muss lediglich der Tierschutzarbeit des Vereins zugutekommen. Umso spannender war es für mich, bei meinem Besuch nachzufragen, wofür unsere Spenden zuletzt eingesetzt wurden. Das Team hat mir erklärt, dass viel in Tierarztkosten geflossen ist, also in Kastrationen und zahlreiche Behandlungen. Dazu kommen die Versorgung von Kitten und Material wie Inkontinenzunterlagen, die in der Quarantänestation immer wieder gebraucht werden.
Warum regelmäßige Spenden so wichtig sind
Es ist wunderschön zu sehen, wie viel durch diese Spenden möglich wird. Alle im Team haben mir gesagt, wie dankbar sie dafür sind, denn regelmäßige, planbare Spenden sind für den Tierschutz unglaublich wichtig. Für mich war dieser Besuch eine echte Herzensangelegenheit, und ich bin stolz, dass wir Teil dieser Arbeit sein dürfen.






