Wir erleben Fälle, die treiben einen als Ehrenamtliche an den Rand der Verzweiflung. Hubsie war so ein Fall. Zwei Jahre dauerte es, bis er endlich gesichert werden konnte. Der wilde und scheue Streunerkater kam zwei Jahre lang immer wieder an die Tür einer unserer Aktiven. Unkastriert, klein, oft mit den typischen Blessuren und immer kläglich schreiend und hungrig. Das Problem: Hubsie war auch extrem scheu, floh bei kleinster Bewegung und wenn man eine Falle aufstellte, ließ er sich tagelang nicht mehr blicken.
Er war eine jämmerliche Erscheinung. Mal hatte er einen Abzess durch eine Bissverletzung, mal zog er das Bein nach. Zecken hatte er immer. Zumindest Medikamente konnte man ihm über’s Futter verabreichen. Das schlang er bei Wind und Wetter hastig weg, um schnellstmöglich wieder in der Dunkelheit zu verschwinden.
Eines Tages kam er so schwer verletzt, dass er gar nicht mehr auftreten konnte. Mit einem Trick gelang es, ihn in die Box zu manövrieren und in die Tierklinik zu fahren.
Dort wurde er aufgrund seiner Aggression erst sediert und dann geröntgt. Zum Glück war nichts gebrochen. Kastriert, gekennzeichnet und versorgt konnte er bald abgeholt werden.
Zur Erholung und Beobachtung kam er in eine große Hundetransportbox. Leider ging es ihm von Tag zu Tag schlechter. Er fraß nicht mehr und wurde apathisch. Also gab es nach Rücksprache mit der Praxis Wärmflasche, Infusion und Zwangsernährung. Am vierten Tag waren seine Lebensgeister vollends zurück und er knackte die verschlossene Transportbox. Da lag er im Schuhregal. Die Haustür wurde geöffnet, um ihm den Weg nach draußen freizumachen. Doch der eigentlich wilde Streuner wollte schlichtweg nicht gehen.
Also gut. Berührt werden wollte er aber noch nicht. Es brauchte viel Geduld und viel Üben mit einem langen Schuhlöffel. Mittlerweile lässt er sich streicheln, schnurrt und genießt die Zuwendung. Raus wollte er nie wieder.
Wichtig als Einordnung: Die allermeisten Streunerkatzen müssen und wollen wieder raus, sobald sie kastriert und gekennzeichnet sind. Auch Streuner sind Fundkatzen und liegen somit in der Verantwortung der jeweiligen Gemeinde und des meist beauftragten Tierheims. Auf eigene Faust Streunern helfen zu wollen, ist zwar toll als Idee, man sollte jedoch immer fachliche Unterstützung beim zugehörigen Tierschutzverein einholen und vor allem an die Fundtiermeldung denken! Sonst wird das Problem nie bei Gemeinden ernst genommen und immer auf Tierschutz und Privatpersonen abgewälzt werden.
Und genau wegen solcher Geschichten sind deine Spenden an unsere STRAYZ Tierschutzvereine, wie die Katzenhilfe Würzburg e.V. so wichtig, um Rettungsaktionen, wie die von Hubsie möglich zu machen, Kastrationsaktionen zu finanzieren und nachhaltig zu helfen! Wenn du unser STRAYZ Bio-Katzenfutter oder unsere Snacks für Katzen kaufst, dann spendest du automatisch an tolle Tierschutzprojekte, wie die Katzenhilfe Würzburg e.V., die Hubsies Leben gerettet haben.

