Die Kastration bei Katzen

Die Kastration bei Katzen

Alles rund um die Kastration von Katzen, fix auf einen Miez-Blick. Über Gesundheitsvorsorge, Verhaltensmuster und Tierschutz. Wir haben unsere Detektiv-Miez on Tour geschickt und die hat hier spannende News für dich!
Unser neuer Tierschutzverein Nordic Strays Du liest Die Kastration bei Katzen 6 Minuten

Die Kastration unserer Katzen ist ein wichtiges Thema, das uns als Katzenmamas und Papas immer wieder vor die Nase fällt. Du hast vielleicht selbst gerade Kitten in deiner Bude und möchtest wissen, wieso die Kastration das A und O der Katzenhaltung ist? Wir haben alle wichtigen Miez-Facts auf einen Blick für dich.


Alles rund um die Kastration

Bevor wir loslegen eine wichtige Erklärung: Eine Kastration ist eine Routine-Operation, bei der die Fortpflanzungsorgane der Katzen und Kater entfernt werden, das heißt, die Keimdrüsen (Eierstöcke und Hoden) werden operativ entnommen und es werden auch keine Fortpflanzungshormone mehr produziert. Deswegen werden kastrierte Katzen auch zum Beispiel nicht mehr rollig.

MEOWTENTION! Eine Kastration ist nicht dasselbe wie eine Sterilisation. Bei einer Sterilisation werden die Eileiter zwar durchtrennt, aber die Geschlechtstriebe bleiben durch die vorhandenen Keimdrüsen, da die Hormone weiter produziert werden können. They see the cats rolling! 

Eine Katze wird ab ca. 5-8 Monaten geschlechtsreif, das kann sich natürlich von Miez zu Miez unterscheiden, z.B. kann eine schlechtere gesundheitliche Verfassung das Ganze verzögern. Es empfiehlt sich, in diesem Zeitrahmen eine Kastration durchzuführen.

“Aber die Katze muss doch mindestens einmal rollig oder schwanger gewesen sein, bis man kastrieren kann!” Das ist ein völliger Quark und eine der Mythen, die wir schnell über MEOW-Bord werfen sollten, denn rein physisch macht das für die Katze keinen Unterschied. Eine Rolligkeit oder eine Trächtigkeit kann das Tier und dich eher stressen, als gut für die Gesundheit deiner Katze sein.

Wieso ist die Kastration deiner Miez so wichtig? Das erklären wir dir jetzt. HERE WE MIEZ!

Katze wird beim Tierarzt untersucht.

Gesundheitsvorsorge

Wie schon erklärt, werden bei der Kastration die Fortpflanzungsorgane entnommen, deswegen schützt sie deine Miez vor allem vor hormonell bedingten Krankheiten oder auch vor z.B. Tumoren an der Milchleiste und vielen mehr.

Die Rolligkeit ist für Katzen außerdem sehr anstrengend und bedeutet sehr viel Stress, was zusätzlich negativ für die Gesundheit deiner Miez sein kann. Durch eine Kastration verhinderst du auch Scheinschwangerschaften und Dauerrolligkeit, die sehr viel Stress auslösen und sich negativ auf die Gesundheit deiner Miez-Kween auswirken können.

Durch den fehlenden Geschlechtstrieb eines Katers verändert sich auch sein Verhalten als Freigänger, was das Risiko an Katzen-Aids zu erkranken, senken kann. (Alles über Katzen-Aids und FIV findest du in diesem Blog-Artikel). Wie sich das Verhalten verändert? Das erklärt dir unsere Detektiv-Miez hier!

Zwei Kater kämpfen in einem Garten.

Verhalten deiner Miez

Unkastrierte Kater legen viel weitere Strecken zurück, wenn sie sich fortpflanzen wollen und sind oft unvorsichtiger, eben hormongesteuert. Das erhöht das Risiko von Unfällen mit z.B. Autos, das Verlaufen und Weglaufen. Kastrierte Kater haben ein kleineres Revier und sind deshalb weniger gefährdet.

Auch das Risiko, mit anderen Katern in blutige Kämpfe zu geraten, bei denen sich die Miez-Boys z.B. mit Krankheiten wie FIV anstecken können, steigt ohne Kastration ziemlich an. Durch Revierkämpfe und vor allem Konkurrenzkämpfe kommt es leicht zu teils blutigen Auseinandersetzungen, in denen sich Katzen leicht anstecken oder sich auch gegenseitig stark verletzen können. Diese Katzen können auch Menschen gegenüber ein erhöhtes Aggressionspotential zeigen.

Unkastrierte Kater und Katzen zeigen in der Wohnungshaltung häufig hormonell bedingtes Verhalten, das Besitzer*innen zum Verzweifeln bringen kann. Kater markieren mit ihrem Urin gegen Wände oder Möbel und rollige Katzen stressen nicht nur sich selbst, sondern auch die Pawrents und andere Miezbewohner und Haustiere. Kastrierte Miezen zeigen dieses Verhalten nicht mehr.

Kastrationen für nachhaltigen Tierschutz

Gerade im Tierschutz spielt die Kastration eine besonders wichtige Rolle, denn langfristige Kastrationsprojekte sorgen dafür, das Katzenelend auf den Straßen nachhaltig zu verringern. Wieso ist das so?

Aus einer Straßenkatze können in wenigen Jahren gleich mehrere tausend werden (siehe unsere Kastrations-Tabelle hier unten). Viele Kitten sterben in den ersten paar Monaten an verschiedenen Krankheiten oder Umwelteinflüssen. Nur ein Teil überlebt die erste Zeit. Umso mehr Straßenkatzen an einem Fleck, umso weniger Futter gibt es in den Mülltonnen und Co. abzustauben. Durch blutige Kämpfe wird um den Müll gestritten. Krankheiten verbreiten sich rasant und viele Straßenkatzen werden schon ab dem 6. Monat schwanger und sind es ihr ganzes Leben lang, immer wieder. Da hilft nur eines: Kastrieren! 

Tabelle über die Vermehrung von Katzen ohne Kastration

Deswegen gibt es Tierschutzvereine, die nach dem sog. TNR-Prinzip arbeiten. TNR steht für “Trap Neuter Return” und bedeutet ganz simpel, dass Straßenkatzen eingefangen, kastriert, markiert und wieder auf die Straße entlassen werden. Dort leben Katzen häufig in sog. Kolonien, die von Tierschützer*innen zusätzlich mit Futter versorgt werden. Wilde Streuner lassen sich natürlich nicht einfach einfangen, sie werden dann mit Lebendfallen gefangen, das nennt man Trapping. Ob eine Straßenkatze bereits kastriert ist, kannst du in manchen Gegenden sogar ganz einfach am Ohr erkennen (z.B. in Kroatien). Wie das? Durch eine Einkerbung am Miez-Ohr. An dieser Stelle ein krasses MIAU DANKE an alle Miez-Retter*innen da draußen, die Straßenkatzen kastrieren. 

Unser STRAYZ Bio-Katzenfutter spendet mit jeder Portion an Streuner in Not. Dabei unterstützen wir nur ausgewählte Tierschutzvereine, die nach dem TNR-Prinzip arbeiten und dauerhafte Kastrationsprojekte in Deutschland, Spanien, Griechenland, Kroatien und auch Bosnien und Herzegowina durchführen.

Gründerin Madeline von STRAYZ Bio-Katzenfutter trägt lila Pullover, der eine Kastration spendet.

Wenn du nachhaltig helfen möchtest und gleich eine ganze Kastration spenden möchtest, kannst du das mit unserem coolen STRAYZ Pulli “Miez Miez Hurra” von der Couch aus machen. Jeder Pulli spendet eine Kastration. Wenn du verfolgen möchtest, wie viele Spenden wir schon zusammen mit dir durch unser artgerechtes Bio-Katzenfutter, unsere Bio-Snacks oder unsere Merch-Artikel für Katzenfans gesammelt haben. Scroll einfach mal nach unten, da findest du unseren Spendenzähler.

MIAU Toll, dass du dich mit dem Thema beschäftigst und ganz liebe Grüße an dich! Wenn du noch mehr Fragen hast, freuen wir uns über deine Nachricht auf unseren Social-Media-Kanälen.

SAVE A STRAY EVERY DAY mit STRAYZ Bio-Katzenfutter ❤

Spendenzähler

Hier siehst du die Übersicht unserer gemeinsamen Streunerspenden!

500000 Futterspenden
2500 Med. Hilfe
250 Kastrationen

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