Am 04.04. ist Weltstreunertag!

STRAYZ News
Am 04.04. ist Weltstreunertag! - STRAYZ - Weltstreunertag 2021

480 Mio. Katzen leben weltweit in großer Not. Sie haben in den seltensten Fällen feste Futterquellen, sind oft krank und vermehren sich unkontrolliert weiter, wenn sich keine tollen Miez-Held*innen um sie kümmern. Auch wenn für uns eigentlich jeder Tag ein Weltstreunertag ist, möchten wir zum 04.04. unsere ganz persönlichen Streunergeschichten mit dir teilen und den kleinen Fellnasen eine Bühne geben.

Madeline & Mushki

Streunermiez Mushki mit ihren Kätzchen

Wusstest du, dass es STRAYZ ohne eine kleine Streunermaus gar nicht geben würde? Auf die Idee von STRAYZ bin ich gekommen, als ich 2019 im Urlaub auf den Seychellen der kleinen Mushki begegnet bin. Mushki war die Straßenkatzen, die in der Nähe unseres kleinen Guesthouses lebte. Der Manager des Guesthouses wollte sie unbedingt loswerden, da er Angst hatte, dass die kleine Maus die Gäste nerven würde.

Er hatte mir sogar davon erzählt, dass er bereits einen Gast mit Katzenphobie hatte - als crazy Catlady konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass es sowas wirklich gibt. Also habe ich versucht ihn umzustimmen. Ich wollte ihm zeigen, dass eine Miez doch einen erheblichen Mehrwert bietet und er das sogar vermarkten könnte. Mir war das Guesthouse gleich sympathischer mit einem regelmäßigen Miezbesuch zum Frühstück, da ich so kurz von meinem Karlii-Heimweh abgelenkt war.

All das konnte ihn aber nicht umstimmen und ich war sehr besorgt um die kleine Mushki, die   zum damaligen Zeitpunkt auch trächtig war, was mir der Manager erst nicht glauben wollte. Er dachte, dass die kleine Maus einfach sehr dick sei. Ich habe dann begonnen Tierschutzorganisationen auf den Seychellen zu recherchieren und die Kontakte an den Manager weitergegeben und gehofft, dass alles gut gehen wird. Dennoch hatte ich ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht mehr getan habe.

Irgendwann im Verlauf der Reise kam mir dann die Idee, dass man doch Spenden für Streuner durch den Verkauf von Katzenfutter sammeln könnte. Immerhin werden allein in Deutschland 14,7 Millionen Hauskatzen jeden Tag verwöhnt und damit könnte man die Leben einiger Straßenkatzen erheblich verbessern. Als ich Saskia und Stefi von der Idee erzählt habe, haben wir begonnen diese auszuarbeiten und aus einem Traum wurde in kürzester Zeit, dank der Hilfe toller Cat People wie dir, Realität, was uns unfassbar glücklich macht. Mushki hat ihre Kätzchen gesund zur Welt gebracht und einige durften sogar im Guesthouse wohnen bleiben. Hätte ich nicht so eine wählerische Miez-Madame daheim, hätte ich Mushki am liebsten direkt mit nach Deutschland genommen.

Saskia & Emmy

Saskias Rescue-Hündin Emmy

Es war 2017, Madeline, Stefi und ich arbeiteten damals noch zusammen bei einem Berliner Kindersnack Start-up und ich war jeden Tag total happy in unserem Büro Paula und Käthe, die Hunde unserer Kollegin Rebecca, knuddeln zu können. Meine damalige Kollegin und auch gute Freundin ist Hundetrainerin und in diversen Tierschutzgruppen unterwegs. Eines Tages kam es dazu, da sie natürlich wusste, wie angefixt ich war, dass sie mir ein Bild von Emmy schickte. Damals hieß sie noch Lily, aber wie man so schön sagt: Neuer Name - Neues Leben!

Ich war also direkt schockverliebt. Emmy hatte im Vergleich zu vielen anderen Hunden das Glück, dass sie (noch) ein Zuhause hatte. Allerdings hatten die Vorbesitzer*innen kaum Zeit, da sie viel arbeiteten. So war Emmy meistens bis zu elf Stunden am Tag alleine, daher trafen sie die Entscheidung, die Kleine schnellstmöglich abzugeben. Sie war zweieinhalb Jahre alt und lebte ca. 250 km von Berlin entfernt. Wir entschieden uns sehr schnell Emmy zu helfen und sind direkt dorthin gefahren, um sie kennenzulernen: Es war Liebe auf den ersten Blick!

Ein paar Tage danach konnten wir sie auch schon abholen. Emmy hatte am Anfang sehr große Angst alleine zu bleiben, selbst wenn wir uns fertig machten, um mit ihr Gassi zu gehen, dachte sie, wir lassen sie alleine und fing an zu zittern und zu hecheln, zudem hatte sie eine starke Leinenaggression und hasste es, anderen Hunden auf der Straße zu begegnen. Sie war ca. ein Jahr bei den Vorbesitzer*innen und davor bei einer anderen Familie, daher wissen wir nicht, wie ihr bisheriges Leben war und was ihr alles passiert ist. Manchmal wünscht man sich einfach in den kleinen Hundekopf reinschauen zu können, um zu verstehen was los ist und mit welchen Erlebnissen sie manche Situationen verbindet.

Durch die Hilfe von Rebecca, viel Training und Geduld, haben wir das alles in den Griff bekommen, mittlerweile ist es ok für sie, ein paar Stunden alleine zu bleiben und sie freut sich sogar, wenn ihr andere Hunde an der Leine begegnen. Der kleine Doggo ist ein fester Bestandteil unseres Lebens, immer dabei und niemals könnten wir sie wieder abgeben, wir versuchen ihr das beste Hundeleben zu ermöglichen. Ich bin unglaublich dankbar, dass Rebecca uns damals zusammengebracht hat und wir Emmy so aus ihrer schwierigen Situation helfen konnten.

#adoptdontshop

Im letzten Jahr wurden durch Corona so viele Haustiere, wie schon lange nicht mehr adoptiert, was eine schöne Sache ist. Doch leider ist auf Grunder der großen Nachfrage auch der illegale Handel mit Welpen & Kätzchen immer größer geworden, was uns echt traurig macht.

Du kannst helfen dies zu stoppen, indem du deinen Freund*innen deine Streuner-Story erzählst. Denn es gibt noch immer viele tolle Miezen, die ein liebevolles, neues Zuhause verdient haben und es müssen nicht immer Welpen & Kätzchen sein. Wir stellen jeden Miezwoch auf Facebook & Instagram einen Stray of the Week vor, um unseren Miez-Held*innen zu helfen, die Katzis von der Straße zu holen. Schau doch gerne mal vorbei. Jede adoptierte Miez schafft einen freien Platz für einen neuen Streuner. ❤️


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